Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn
Sources of Meaning and Meaning in Life Questionnaire

SoMe

Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn (SoMe)

Der SoMe ist ein ausführlicher Selbstbeurteilungsfragebogen, der erfasst, wie eine Person den Sinn ihres Lebens aus konkreten Quellen von Engagement, Werten und Erfahrungen konstruiert. Er erfasst 26 Lebensbedeutungen sowie zwei zentrale und voneinander unabhängige Dimensionen: Sinnerfüllung und Sinnkrise. Das Verfahren liefert ein differenziertes Profil der existenziellen Ressourcen einer Person statt eines einfachen Gesamtwerts. Es ist daher besonders nützlich in der klinischen Psychologie, der existenziellen Beratung, der Berufsorientierung, der Forschung zum Wohlbefinden und bei der Abklärung von Übergangsphasen oder Phasen erhöhter Verletzlichkeit. Es hilft zu erkennen, was das Gefühl eines kohärenten, ausgerichteten, bedeutsamen und als Teil eines größeren Ganzen erlebten Lebens stützt, und grenzt dies von einem Erleben von Leere, Frustration oder Sinnverlust ab. Die Lebensbedeutungen werden übergeordneten Dimensionen zugeordnet, etwa Selbsttranszendenz, Selbstverwirklichung, Ordnung sowie Wir- und Wohlgefühl, wobei häufig zwischen vertikaler und horizontaler Selbsttranszendenz unterschieden wird.

Anzahl der Fragen
151 Fragen
Geschätzte Dauer
23 Minuten
Sprache
Deutsch
Originalname
Sources of Meaning and Meaning in Life Questionnaire
Zielgruppe
Jugendliche und Erwachsene
Autor:innen
Tatjana Schnell, Peter Becker (2007)
Kategorie
Allgemein

Vorschau der 151 Fragen

Auswertung und Interpretation

Jedes Item wird auf einer Skala von 0 bis 5 bewertet, von starker Ablehnung bis starker Zustimmung. Die Auswertung erfolgt je Subskala, indem für jeden Bereich der Mittelwert oder, je nach gewähltem Durchführungsprotokoll, die Summe der zugehörigen Items berechnet wird. Der Fragebogen liefert getrennte Werte für 26 Lebensbedeutungen, einen Wert für Sinnerfüllung und einen Wert für Sinnkrise. Die Subskalen lassen sich anschließend übergeordneten Dimensionen zuordnen, insbesondere Selbsttranszendenz, Selbstverwirklichung, Ordnung sowie Wir- und Wohlgefühl, wobei die Selbsttranszendenz in vertikale und horizontale Aspekte unterteilt werden kann. Die Verwendung eines einzigen Gesamtwerts wird nicht empfohlen, da Sinnerfüllung und Sinnkrise keine entgegengesetzten Pole desselben Kontinuums sind. Ein hoher Wert für Sinnerfüllung weist in der Regel auf ein als kohärent, ausgerichtet und bedeutsam erlebtes Leben hin. Ein hoher Wert für Sinnkrise spricht eher für ein Erleben von Leere, Orientierungslosigkeit und existenzieller Frustration. Die Interpretation stützt sich vor allem auf die Analyse des relativen Profils der Lebensbedeutungen und dessen Einordnung in den klinischen Kontext.

Verfügbare Alternativen

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