

IASC
Inventar veränderter Selbstfähigkeiten (IASC)
Das IASC ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung von Schwierigkeiten in den Bereichen Emotionsregulation, Identität, zwischenmenschliche Beziehungen und bestimmter Bewältigungsmuster, die häufig mit psychischen Traumata einhergehen, insbesondere mit Entwicklungstraumata und komplexen Traumata. Es hilft Psycholog:innen, Veränderungen im Selbstfunktionieren zu objektivieren, die von Skalen, die sich nur auf Angst, Depression oder posttraumatische Belastungsstörung konzentrieren, nicht immer erfasst werden. Das Instrument ist besonders nützlich in der klinischen Diagnostik von Erwachsenen mit Missbrauch, Vernachlässigung, wiederholter Viktimisierung oder ausgeprägten Störungen der Bindung und emotionalen Stabilität in der Vorgeschichte. Seine Interpretation beruht auf einem Profil von Subdimensionen statt auf einer einzelnen kategorialen Diagnose, was es zu einem geeigneten Instrument für Screening, Fallkonzeption und therapeutische Verlaufsbeobachtung macht.
- Anzahl der Fragen
- 63 Fragen
- Geschätzte Dauer
- 15 Minuten
- Sprache
- Deutsch
- Originalname
- Inventory of Altered Self-Capacities
- Zielgruppe
- Erwachsene
- Autor:innen
- John Briere (2000)
- Kategorie
- Emotionsregulation
Auswertung und Interpretation
Die Items werden auf einer 5-stufigen Likert-Skala bewertet. Zur Auswertung werden die Antworten jeder Subskala summiert oder gemittelt, um ein klinisches Profil veränderter Selbstfähigkeiten zu erhalten. Höhere Werte spiegeln in der Regel größere Schwierigkeiten in den erfassten Bereichen wider, darunter Affektregulation, Identität, zwischenmenschliche Beeinflussbarkeit, Verlassenheitsängste und Spannungen in Beziehungen. Die Interpretation sollte sich auf die Subskalenwerte und den gesamten klinischen Kontext stützen und nicht als eigenständige Diagnose dienen.
Nutzung
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Die Meinung von Psycholog:innen
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Klarheit und Verständlichkeit
—Sind die Instruktionen und Fragen des Tests für Patient:innen leicht verständlich?
Klinische Relevanz
—Misst der Test, was er messen soll, und ist er im klinischen Kontext nützlich?
Wahrgenommene Zuverlässigkeit der Ergebnisse
—Wirken die Ergebnisse zuverlässig und in ihrer Interpretation stimmig?