ERS
Skala zur emotionalen Reaktivität (ERS)
Die ERS ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung der emotionalen Reaktivität, d. h. der Neigung, schnell, intensiv und anhaltend auf Emotionen zu reagieren. Sie erfasst vor allem drei klinisch relevante Dimensionen: emotionale Sensitivität, emotionale Intensität bzw. Erregung und die Persistenz emotionaler Zustände. Das Verfahren wird bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen in der klinischen Praxis wie in der Forschung eingesetzt, insbesondere zur Abklärung von Emotionsdysregulation, affektiven Störungen, selbstverletzendem Verhalten und bestimmten Persönlichkeitsstörungen. Es ist für sich genommen kein diagnostischer Test, hilft aber, das Gesamtniveau der emotionalen Reaktivität zu objektivieren und seine Veränderung im Verlauf zu verfolgen.
- Anzahl der Fragen
- 21 Fragen
- Geschätzte Dauer
- 5 Minuten
- Sprache
- Deutsch
- Originalname
- Emotion Reactivity Scale
- Zielgruppe
- Jugendliche und Erwachsene
- Autor:innen
- Matthew K. Nock, Michelle M. Wedig, Emily B. Holmberg, Jill M. Hooley (2008)
- Kategorie
- Emotionsregulation
Vorschau der 21 Fragen
Auswertung und Interpretation
Jedes Item wird von 0 bis 4 bewertet, je nachdem, wie stark die Aussage die Person beschreibt. Die 21 Antworten werden zu einem Gesamtwert addiert; hohe Werte weisen auf eine stärkere emotionale Reaktivität hin. Nach dem Originalauswertungsschlüssel lassen sich zudem Subskalenwerte für emotionale Sensitivität, Intensität/Erregung und Persistenz berechnen. Es gibt keinen allgemein anerkannten diagnostischen Cut-off-Wert; die Interpretation erfolgt vor allem dimensional, im Vergleich mit verfügbaren Normen, unter Berücksichtigung des klinischen Kontexts und der Veränderung der Werte im Behandlungsverlauf.
Die Meinung von Psycholog:innen
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Klarheit und Verständlichkeit
—Sind die Instruktionen und Fragen des Tests für Patient:innen leicht verständlich?
Klinische Relevanz
—Misst der Test, was er messen soll, und ist er im klinischen Kontext nützlich?
Wahrgenommene Zuverlässigkeit der Ergebnisse
—Wirken die Ergebnisse zuverlässig und in ihrer Interpretation stimmig?
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