DPSS-R
Revidierte Skala zu Ekelneigung und Ekelempfindlichkeit (DPSS-R)
Die DPSS-R ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen mit 16 Items, der zwei Dimensionen des Ekels als Merkmal erfasst: Ekelneigung und Ekelempfindlichkeit. Die Neigung bezeichnet, wie leicht oder wie oft eine Person Ekel empfindet, während die Empfindlichkeit beschreibt, als wie unangenehm, beunruhigend oder schwer erträglich dieses Erleben wahrgenommen wird. Das Verfahren ist in der klinischen Psychologie und in der Forschung besonders nützlich, um die Rolle des Ekels bei spezifischen Phobien, der Blut-Spritzen-Angst, Kontaminationsbefürchtungen, bestimmten Zwangssymptomen und verschiedenen Angstbildern zu untersuchen. Sein Hauptnutzen besteht darin, Ekel situationsübergreifend zu erfassen, ohne sich auf bestimmte auslösende Objekte oder Situationen zu beschränken. Dies hilft, die funktionale Analyse und die Hypothesen zu den aufrechterhaltenden Faktoren der Symptomatik zu verfeinern.
- Anzahl der Fragen
- 16 Fragen
- Geschätzte Dauer
- 4 Minuten
- Sprache
- Deutsch
- Originalname
- Disgust Propensity and Sensitivity Scale-Revised
- Zielgruppe
- Erwachsene
- Autor:innen
- W. J. M. van Overveld, Peter J. de Jong, Madelon L. Peters, Kate Cavanagh, Graham C. L. Davey (2006)
- Kategorie
- Phobien
Vorschau der 16 Fragen
Auswertung und Interpretation
Jedes Item wird von 1 bis 5 bewertet, von „nie“ bis „immer“. Der Wert für Ekelneigung ist die Summe der Items 1, 5, 6, 7, 9, 10, 12 und 14. Der Wert für Ekelempfindlichkeit ist die Summe der Items 2, 3, 4, 8, 11, 13, 15 und 16. Jeder Subskalenwert reicht von 8 bis 40, der Gesamtwert von 16 bis 80. Hohe Werte spiegeln jeweils eine häufigere Neigung wider, Ekel zu empfinden, bzw. ein als aversiver oder bedrohlicher wahrgenommenes Ekelerleben. Die Interpretation stützt sich vorzugsweise auf die beiden Subskalenwerte statt allein auf den Gesamtwert. Für dieses Verfahren gibt es keinen allgemein anerkannten diagnostischen Cut-off-Wert.
Die Meinung von Psycholog:innen
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Klarheit und Verständlichkeit
—Sind die Instruktionen und Fragen des Tests für Patient:innen leicht verständlich?
Klinische Relevanz
—Misst der Test, was er messen soll, und ist er im klinischen Kontext nützlich?
Wahrgenommene Zuverlässigkeit der Ergebnisse
—Wirken die Ergebnisse zuverlässig und in ihrer Interpretation stimmig?
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