BSL-23
Borderline-Symptom-Liste (BSL-23)
Die BSL-23 ist ein kurzer Selbstbeurteilungsfragebogen zur Einschätzung des aktuellen Schweregrads typischer Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung in den vergangenen sieben Tagen. Sie ist aus der BSL-95 abgeleitet und erfasst insbesondere Emotionsdysregulation, Scham, Gefühle der Leere, Selbstabwertung, Gedanken an Selbstverletzung, bestimmte dissoziative Phänomene und die Angst vor Kontrollverlust. Ihr klinischer Hauptnutzen liegt in der Einschätzung der Symptomintensität und der Verlaufskontrolle während der Behandlung, weniger in der rein kategorialen Diagnostik. Sie wird in Forschung und klinischer Praxis eingesetzt, um das Ausmaß der Borderline-Belastung objektiv zu messen und Veränderungen im Zeitverlauf zu erkennen.
- Anzahl der Fragen
- 23 Fragen
- Geschätzte Dauer
- 4 Minuten
- Sprache
- Deutsch
- Originalname
- Borderline Symptom List - 23
- Zielgruppe
- Erwachsene
- Autor:innen
- Martin Bohus, Nikolaus Kleindienst, Matthias F. Limberger, Rolf-Dieter Stieglitz, Melanie Domsalla, Alexander L. Chapman, Regina Steil, Alexandra Philipsen, Martina Wolf (2009)
- Kategorie
- Affektive Störungen
Vorschau der 23 Fragen
Auswertung und Interpretation
Jedes Item wird je nach Intensität des Symptoms in der vergangenen Woche von 0 bis 4 bewertet. Der Hauptwert ist der Mittelwert der gültigen Antworten, berechnet als Summe der Items geteilt durch die Anzahl der beantworteten Items. Ein höherer Wert weist auf eine schwerere Borderline-Symptomatik hin. In der Praxis sollte der Fragebogen nicht interpretiert werden, wenn mehr als 10 % der Items fehlen, d. h. bei weniger als 21 von 23 Antworten. Die gebräuchlichsten Orientierungswerte für den Schweregrad des Mittelwerts lauten: keine oder gering von 0 bis 0,28, leicht von 0,28 bis 1,07, mittel von 1,07 bis 1,87, hoch von 1,87 bis 2,67, sehr hoch von 2,67 bis 3,47, extrem hoch von 3,47 bis 4. Ein Wert von etwa 1,50 oder mehr kann auf ein klinisch mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung vereinbares Profil hinweisen, ersetzt jedoch keine vollständige diagnostische Abklärung. Wird das Zusatzitem zum allgemeinen Befinden erhoben, wird es getrennt interpretiert und geht nicht in den Hauptwert ein.
Die Meinung von Psycholog:innen
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Klarheit und Verständlichkeit
—Sind die Instruktionen und Fragen des Tests für Patient:innen leicht verständlich?
Klinische Relevanz
—Misst der Test, was er messen soll, und ist er im klinischen Kontext nützlich?
Wahrgenommene Zuverlässigkeit der Ergebnisse
—Wirken die Ergebnisse zuverlässig und in ihrer Interpretation stimmig?
Dieses Testverfahren wird in etwa 6 Monaten in die Plattform aufgenommen
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